"Wilde Natur und Baumgeschichten" in Schluchtwald und Weideland
Wandertour auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz
Diese Wanderung führt durch eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und über den urigen, nicht öffentlich begehbaren Nordwestteil des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen.
Wir beginnen unsere Wanderung im wilden Brucktal mit seinem Bannwald, der uns unterschiedliche Biotope erleben lässt: Hang- und Schluchtwald, Auwald mit Hochstaudenflur, Blockschutthalden und Rutschhänge. Wir treffen auf einen Pilz, aus dem man Hüte oder Feuer machen kann und der sich zudem noch drehen kann. Endlich wird uns klar, was Bäume mit Kirchen und was unsere Darmbakterien mit Baumflechten zu tun haben. Dann geht es auf die Höhe Dolldorf, in den nicht öffentlichen Bereich des Truppenübungsplatzes hinein, wo uns eine gänzlich andere, karge Landschaft erwartet. Ein Stück Kultur- und Militärgeschichte des Truppenübungsplatzes gehört natürlich auch dazu, wenn man die ursprüngliche Natur des Platzes verstehen will. Wir finden seltene Pflanzen der Kalkmagerwiesen und treffen auf riesige uralte Bäume. Hier erfahren wir auch etwas über die Lebensgemeinschaft zwischen Ameisen und Schmetterlingen und lernen dabei die bucklige Verwandtschaft kennen. Wir genießen die Stille und Abgeschiedenheit des Ortes, nur mit Wind und Vogelgezwitscher. Unsere Blicke streifen in der Ferne eine ehemalige Außenstelle des Klosters Bebenhausen, wo heute Whisky gebrannt wird. Dann geht es hinunter ins Katzental mit seinem Schluchtwald und nach der Überquerung des Panzerrings hinüber in den oberen Teil des Brucktals. Hier begegnen wir trockenen Fußes den Resten des Jurameeres und dem Fundort zweier Kinderskelette in einer steinalten Höhle. Ihre Seelen werden von Kolkraben bewacht. Von Eindrücken gesättigt wandern wir zum Ausgangspunkt im Fischburgtal zurück.
Weitere Informationen
Hinweise für Teilnehmende
Teilnehmer
Max. 20 Personen
Treffpunkt
10 Minuten vor Startzeitpunkt