Auf de Schwäb'sche Eisenbahne

“Warum gibt es die Schwäbische Alb-Bahn noch? Weil der Wille den Raum schafft. Da war der gemeinsame Wille zu sagen, wir lassen uns die Eisenbahn nicht wegnehmen”, erzählt Bernd Weckler, Vorstand der Schwäbischen Alb-Bahn, “Wir wollen, wir suchen und wir finden Wege, dass das überlebt.”

Der Verein Schwäbische Alb-Bahn

Eine Erfolgsgeschichte von der Alb:

Der Verein Schwäbische Alb-Bahn wurde im August 2003 in Münsingen von Eisenbahnfreunden aus nah und fern gegründet. Spezialisten für Sicherungstechnik sind ebenso darunter wie Kenner württembergischer Eisenbahngeschichte oder Freunde der Dampfeisenbahn. Zu hauptamtlichen Eisenbahnern haben sich Kaufleute, Akademiker und Handwerker gesellt. Unsere Ziele sind die langfristige betriebsbereite Erhaltung der Bahnlinie Schelklingen-Kleinengstingen als Eisenbahninfrastruktur, Kulturdenkmal, betriebsfähige Präsentation und Erhaltung der historisch wertvollen Bahnausstattung nach der Wiederinbetriebnahme des einzigen noch im ursprünglichen Umfeld erhaltenen württembergischen Kurbelstellwerks im Bahnhof Münsingen.

Inzwischen (Anfang 2014) zählt der Verein mehr als 250 Mitglieder. Lebendig werden die Ziele aber vor Allem durch die ca. 30 aktiven Mitglieder.

Reisen wie vor fünfzig oder hundert Jahren

Im Angebot haben die Alb-Eisenbahner für Sie zum einen den historischen Dieseltriebwagen der Firma MAN aus dem Jahre 1960. In ihm finden bis zu 60 Personen Platz, wobei der Triebwagen auch noch durch Zusatzwagen auf bis zu 110 Plätze verstärkt werden kann. Auch ein Steuerwagen für die Mitnahme von Fahrrädern ist vorhanden.

Alternativ kann Ihr Sonderzug auch aus historischen Plattformwagen, den sogenannten Donnerbüchsen, bestehen. Im Zug finden bis zu 240 Fahrgäste einen Sitzplatz auf den rustikalen Holzbänken, dem Standart der dritten Klasse aus den 1930er Jahren. Die offenen Einstiegplattformen der Wagen laden besonders im Sommer zum Verweilen ein, während man im Winter die vorbeiziehende Landschaft doch lieber aus den mollig warmen Abteilen genießt. Gezogen wird der historische Zug aus grünen Wagen dann je nach Wunsch von einer historischen Diesellokomotive (nur in der Sommersaison) oder von einer echten zugkräftigen Dampflokomotive. So nimmt Ihr Event richtig Fahrt auf!

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"Herzblut-Eisenbahner" Bernd-Matthias Weckler

Der 1. Vorsitzender Bernd-Matthias Weckler aus Reutlingen hat einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, damit die SAB überlebt hat.
Er ist Eisenbahner durch und durch und freut sich über jede Zugfahrt, die er selbst begleiten oder durchführen kann.
Mit seiner ansteckenden schwäbischen Sympathie macht er jede Zugfahrt zum absoluten Erlebnis.

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Das historische Ensemble “Münsinger Bahnhof”

Es gibt in Württemberg kaum noch einen anderen Bahnhof, auf dem nahezu alle Hochbauten der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahn aus der Eröffnungszeit erhalten geblieben oder wieder rekonstruiert worden sind und die mit so viel Liebe zum Detail restauriert und ähnlich einem Freilichtmuseum zu einem Gesamtensemble arrangiert wurden. Kernpunkt und architektonisches Schmuckstück
des Ensembles ist das sogenannte „Verwaltungs“- oder auch „Empfangsgebäude“.

Im Jahr 1893 wurde es zur Einweihung der Linie Honau-Lichtenstein-Münsingen
im „Schweizer Chaletstil“ errichtet. Charakteristisch ist, neben der Verkleidung mit
handgefertigten Schindeln, der reiche Zierrat aus Holzteilen.

Das Empfangsgebäude beherbergt neben dem originalen Fahrkartenschalter das
historische Kurbelstellwerk der Bauart Esslingen aus dem Jahre 1907 sowie das Zentrum für Umwelt, Natur und Tourismus“, mit Infocounter für Bahn- und Feriengäste
im ehemaligen Dienstraum und der Ausstellung „Reiseziel Natur“.

Im Bistro-Café „Stationsbuffet“ gibt es kleine regionale Speisen und Getränke sowie
Spezialitäten aus der Gegend und Souvenirs zum Mitnehmen.

Ein Höhepunkt im Ensemble ist der neu erbaute Lokschuppen. Ende der 1960er Jahre wurde das Vorgänger-Gebäude abgebrochen. Das neue Gebäude fügt sich in
Farbgebung, Gestaltung und Architektur hervorragend in das Gesamtensemble ein. Er beherbergt die historischen Fahrzeuge des „Württemberger Zugs“ der SAB.